individuelle Paartherapie

Wurde im ersten Kapitel hergeleitet, dass Schuld vollkommen wertfrei immer nur die Polarität ist, die der Mensch mit jeder Ent-Scheidung der Einheit schuldig bleibt, spreche ich ab hier von Schuld in unserem heutigen Verständnis – von der moralischen Schuld, die spaltet in Oben/Unten, Täter/Opfer, Sieger/Verlierer und Besser/Schlechter.

Die Paarherapie in Hamburg

Die Angst, Besitz entweder zu verlieren oder von vorneherein nicht erlangen zu können, führt zum Gefühl der Machtlosigkeit in der Paartherapie Hamburg. Es ist immer das Gefühl der Machtlosigkeit, die der auf Autonomie geschulte, eigene Verstand nicht akzeptiert und in der Folge kombiniert: Wenn ich selbst einer Situation oder einer Person ausgeliefert bin, gegen die ich nichts machen kann – können es nur die Situation oder die Person sein, die für meine Ohnmacht verantwortlich sind. Die eigene Verantwortung nicht übernehmen zu können, wird als Schuld auf ein Außen projiziert und man selbst sieht sich als Opfer dieses Außen – ob es die Partner*in, die Chef*in, die Kolleg*innen, die Regierung, das System, die Krankheit, die Ungerechtigkeit ist, die Reichen oder die Regeln sind oder Corona heißt.

Die Schuldwippe

Das jeweilige Außen ist beliebig austauschbar und immer nur Projektionsfläche, auf der sich das eigene Gefühl der Ohnmacht abbildet. Das Außen, wie immer es auch heißt, will die Schuld nicht, spielt sie wieder zurück – und schon geht es auf der Schuldwippe auf und nieder, rauf und runter, mal ist man oben, mal unten, mal der Täter und mal das Opfer in der Psychotherapie. Stellen Sie sich vor, Sie seien ein Coronavirus – würden Sie sich einfach wegimpfen lassen oder mit allen Mitteln inklusive tückischer Mutanten um ihr Recht auf Leben kämpfen? Sie würden auch versuchen, wieder in die Oberhand zu kommen. Solange wir mit dem Coronavirus, unserer Partner*in, mit den Nachbar*innen oder gleich als ganze Menschheit mit uns selbst auf der Schuldwippe sitzen, funktionieren Lösungen für Probleme, wenn überhaupt, nur kurzfristig – dauerhafte Veränderungen aber sind unmöglich. Solange wir auf der Schuldwippe sitzen, bleiben wir Opfer und verharren im Gefühl der Machtlosigkeit.

Projektion von Schuld

Der Preis, den man für sein Opfersein bezahlt, ist das Abgeben von Verantwortung. Momente, in denen man Verantwortung ab- und seine Selbstbestimmung aufgibt, führen jedes Mal zum Gefühl der Ohnmacht, dann zur Wut darüber, die Situation nicht ändern zu können, und dann zur Projektion von Schuld in der Paartherapie Hamburg. Wann waren Sie das letzte Mal wütend? Haben Sie auf jemanden gewartet, der zu spät gekommen ist? Haben sie ihre Kinder angeschnauzt, weil sie etwas gemacht haben, das nicht nach Ihrem Kopf ging? Oder haben Sie sich mit Ihrer Nachbarin über die jungen Leute aufgeregt, aus deren Wohnung nachts immer laute Musik kommt? Nicht, dass Wut nicht ein zutiefst menschliches Gefühl wäre – die Frage ist nur, was tut man aus seiner Wut heraus? Gibt man Verantwortung ab, indem man Schuld zuweist, die Kinder anschnauzt oder schlecht über andere redet oder nutzt man seine Wut, um selbstbestimmt zu bleiben und eine eigene Antwort zum Umgang mit der Situation zu finden.

erfolgreiche Eheberatung in Hamburg

Selbstbestimmung liegt in der Ver-Antwortung

Darin liegt die Ver-Antwortung jedes einzelnen – Ver-Antwortung ist die Fähigkeit, seine eigenen Antworten auf alle Fragen zu finden in der Eheberatung Hamburg. Im Englischen heißt Verantwortung responsibility, the ability to respond – was ins Deutsche übersetzt genau das heißt: die Fähigkeit, Antwort zu geben. Vor diesem Hintergrund ist die Wut jedes Mal die Aufforderung des Körpers an den Verstand, eine adäquate Antwort zu finden, um eine konstruktive Lösung der Situation zu entwickeln. Verantwortung ist die Bereitschaft, sich mit allen Fragen auseinanderzusetzen und sie nach eigenem Gewissen zu beantworten. Das mag sich zunächst sehr anstrengend anhören, da man Ver-Antwortung nie mehr an ein Außen delegieren kann, sondern sich auch noch vor der kleinsten Entscheidung fragen müsste: ist diese Entscheidung wirklich meine individuelle Antwort in der Psychotherapie? Und besteht meine Antwort vor meinem Gewissen in der Eheberatung Hamburg?

Freiheit und Verantwortung

Plötzlich könnte man sich nicht mehr auf Regeln, Vorgaben und moralische Grundsätze des Staates, der Gerichte, der Autoritäten oder der Kirchen berufen, sondern wäre nur noch sich selbst verpflichtet . Der Vorteil hingegen, wenn jeder Mensch Verantwortung trüge, wäre, dass er in jedem Moment im Bewusstsein der Verantwortung sich selbst gegenüber leben würde. Er müsste sich permanent fragen, wie er sicherstellt, dass niemand ihm seine Freiheit nimmt und sein Wohlergehen jemals bedroht. Die ebenso zwingende wie einfache Antwort darauf ist: indem er andere immer so behandelt, wie er selbst behandelt werden möchte; indem er mit dem Ausleben seiner Freiheit niemand im Ausleben von dessen Freiheit beschneidet. Erst mit dieser Antwort beginnt die Übernahme von Ver-Antwortung in der Eheberatung Hamburg.

Eine bessere Welt

Nur mit dieser Antwort gewährleistet er dauerhaft Selbstbestimmung und verhindert, dass sie ihm irgendjemand nimmt in der Paartherapie. Stellen Sie sich vor, Menschen wären sich ihrer Ver-Antwortung, sich alle Antworten nur noch dem eigenen Gewissen verpflichtet selbst zu geben, jederzeit bewusst – bereits morgen gäbe es definitiv keine Kriege, keine Umweltverschmutzung, höchstwahrscheinlich auch keine Massentierhaltung und Schlachtfabriken mehr. Schuld ist das Instrument, diese Verantwortung nicht übernehmen zu müssen und es sich bequem zu machen.

Schuld ist bequem

Bequemlichkeit ist die einzig logische Antwort auf die Frage, warum der Mensch selbst heute, vor dem Hintergrund der Klimakatastrophe, nicht verantwortlich handelt, sondern er das gegenseitige Schuldzuweisen in der Familie, zwischen Generationen, Religionen, Regierungen, Ethnien oder sonstigen Interessen Gruppen quer über den Globus unvermindert fortsetzt. Da brachte auch das Papier des Club of Rome nichts, der bereits 1972 davor warnte, dass es in einer begrenzten Welt kein unendliches Wachstum in der Paartherapie geben könne. Jedes Kind im Sandkasten macht die Erfahrung, dass sein Eimerchen überläuft, wenn es voll ist.

Alles ist machbar

Wir hingegen versuchen nach dem Motto „alles ist machbar“ immer noch eine weitere Schaufel Sand in unseren bereits vollen Eimer zu pressen und schimpfen auf dessen Qualität, weil er andauernd an neuen Stellen in der Paartherapie Hamburg auseinanderplatzt. Wir schimpfen auf die Regierung, auf den Rest der Welt, auf die Migranten, auf die Überbevölkerung, auf die Globalisierung, auf die Zwänge oder auf was auch immer – mit einem Wort: wir projizieren Schuld auf einen Außen. Und noch eine Schaufel versuchen wir in den Eimer zu pressen, obwohl wir ganz genau wissen, dass er längst voll ist. Denn unser System, der Kapitalismus, unser Wohlstand, der Aktienmarkt, die Industrie, Gewinnausschüttungen, die Renten – seit rund 250 Jahren basiert alles auf Wachstum.

Wachstum kann nicht so weitergehen

Wachstum ist das einzige Konzept, das wir kennen – deshalb halten wir auch so verzweifelt in der Paartherapie Hamburg an ihm fest. Zwar ist inzwischen selbst an der Börse angekommen, dass Wachstum in seiner bisherigen Form nicht so weitergehen kann und Umweltpolitiker wie Wirtschaftsexperten setzen deshalb jetzt auf nachhaltiges und intelligentes Wachstum – nur führt die schlichte Umetikettierung des Eimers nicht dazu, dass er größer wird. Das Versprechen der Politik, Wirtschaftswachstum und Klima unter einen Hut zu bringen, wird ein leeres Versprechen bleiben.

Ausbeutung der Ressourcen

Trotz Corona blasen wir jedes Jahr mehr CO2 in die Atmosphäre, holzen immer schneller Wälder ab, begradigen Flüsse, versetzen Berge, fischen die Meere leer, versiegeln die Erde mit Beton, rotten Tierarten aus, schicken Kinder in Bergwerke oder rauben einem ganzen Kontinent seine Bodenschätze – die Liste ließe sich in der Paartherapie Hamburg beliebig lang fortsetzen.

erfolgreiche Paartherapie in Hamburg

Krebs und Verantwortung

Ohne jede Verantwortung gehen wir mit unserem Planeten um, der Milliarden Jahre gebraucht hat, um ein Umfeld zu entwickeln, in dem menschliche Existenz möglich wurde. Sehenden Auges zerstören wir konsequent unsere eigene Lebensgrundlage – wie die Krebszelle, die sich mit der Umstellung von aerober auf anaerobe Atmung in der Paartherapie Hamburg unabhängig macht. Auf nichts und niemanden mehr angewiesen, erliegt auch sie der Illusion, dass sie nun unbegrenzt wachsen und sich ausbreiten kann, übersieht dabei aber, dass ihr eigener und gleich auch noch der Tod aller anderen Zellen die Folge davon sind.

COVID-19 ist der Feind

Unkontrolliertes Wachstum verwuchert uns den Blick auf einen ganz offensichtlichen Warnhinweis: Wir sehen in COVID-19 dem Schuldkonzept gehorchend einen Feind, den es so schnell wie möglich niederzuringen gilt, anstatt zu erkennen, dass das Virus uns nur daran erinnert, Verantwortung zu übernehmen. Denn um uns selbst und unsere Nächsten nicht in Lebensgefahr zu bringen, zwingt es uns in der Paartherapie Hamburg zu behutsamerem und rücksichtsvollerem Verhalten. Wir müssen uns regelmäßig testen, erhöhte Hygiene betreiben, Masken tragen, Kontakte reduzieren und das Reisen vermeiden.

Der Umweltkollaps steht kurz bevor

Als wenn die Erde uns schmunzelnd fragen würde: Klimakatastrophe, Umweltkollaps, Artensterben, Corona – was muss eigentlich noch alles passieren, damit Ihr Verantwortung übernehmt? Denn seit 4,6 Milliarden Jahren ungläubig darüber, welche Bandbreite an Wundern sich auf ihr vollzieht, freut sie sich auch für die, nach wissenschaftlichen Schätzungen, noch mindestens nächsten 1,75 Milliarden Jahre immer schon gespannt darauf, was als nächstes auf ihr passieren wird. Die eine Million an Jahren, die es vielleicht braucht, um eine plötzliche Klimaerwärmung, ein paar Arten, die aussterben und ein bisschen strahlenden Atommüll auszugleichen, ist auf ihren gesamten Zeithorizont gesehen eher läppisch. Und lächelnd winkt die Erde in der Paartherapie Hamburg dem Menschen ein letztes Bye Bye.

 

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