Erfolgreiche Paartherapie in Hamburg
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Das ist die Schuld, in die der Mensch hineingeboren wird und an die seine Existenz untrennbar gekoppelt ist. Denn jeder neue Mensch wird bei seiner Geburt entbunden. Ent-Bindung meint die Losbindung von der Einheit – sie ist die Voraussetzung für das Eintreten in die irdische Polarität, in der der Mensch, was immer er auch macht, der Einheit stets einen Pol schuldig und damit sündig bleibt. Sündigen heißt im Griechischen „harmatanein“, auch übersetzt mit „nicht treffen“, „das Ziel verfehlen“. Nähert man gegenüberliegende Polaritäten einander unendlich immer weiter an, vereinigen sie sich schnell in einem Punkt, der kleiner und kleiner und irgendwann so winzig wird, dass er nicht mehr zu treffen ist. Aufgrund seiner polaren Konstruktion kann der Mensch per se Einheit „nicht treffen“, (harmatanein) – so leitet sich die Sünde ab, in der er lebt. Schuld und Sünde sind synonyme Begriffe und werden als Bedingung für menschliche Existenz von Generation zu Generation weitervererbt. Deshalb spricht die Bibel auch von der Erb-Sünde – ein wertneutraler Begriff, der von der moralischen Schuldauffassung der Kirchen nicht weiter entfernt sein könnte.

Das kirchliche Verständnis von der Erbsünde

Doch die Kirchen leiten aus der Erbsünde den schuldigen, schlechten Menschen ab, der bis ans Ende aller Tage dazu verdammt ist, schuldig zu bleiben und der der Schuld auch durch nichts entgehen kann – es sei denn, Mutter Kirche erlöst den „armen Sünder“ gegen eine großzügige Spende durch ihre Gnade. Das macht nur unter dem Aspekt Sinn, dass die Kirchen mit Einführung der moralischen Schuld das wirksamste Instrument kreiert haben, um Menschen klein und in Abhängigkeit zu halten. Denn rein logisch betrachtet: Wozu hätte Gott nach der jüdisch-christlichen Lehre den Menschen explizit nach seinem Ebenbilde, also in allerhöchster Perfektion, erschaffen und ihn gleichzeitig mit moralischer Schuld beladen sollen? Damit ihn die Kirche als seine weltliche Stellvertreterin anschließend gegen Geld, Opfergaben und Rosenkränze wieder davon erlöst? Das würde der göttlichen Unfehlbarkeit komplett widersprechen, wird aber dennoch seit 2.000 Jahren von der Kirche propagiert.

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Der Anfang der Schuld

Es kann gar nicht oft genug wiederholt werden, dass Schuld bzw. Sünde nichts, aber auch rein gar nichts mit Oben und Unten, mit Täter und Opfer, Gut und Böse oder Richtig und Falsch zu tun hat – alles Moralische, alles Wertende ist diesen Begriffen fremd. In der gesamten Natur gibt es keine moralische Schuld – wann und wie hat sich diese Misinterpretation der Schuld aber trotzdem in der Welt etabliert? Mit der Sesshaftwerdung des Menschen 10.000 – 12.000 v. Chr. entstanden dörfliche Strukturen, die begannen, i h r Land zu bebauen und in Zeiten von Nahrungsmittelknappheit infolge dramatischer Klimaveränderungen i h r e guten Jagd- und Fanggründe gegen Eindringlinge zu verteidigen. Diese hatten aber auch Hunger, wollten sich nicht verjagen lassen, sondern gingen gegen die Beansprucher des Landes vor – ein Kampf um Besitzrechte entbrannte, in dessen Folge sich die Hungernden erhoben, um den Besitzenden ihren Besitz wegzunehmen. Die wiederum wollten sich ihren Besitz nicht wegnehmen lassen und schlugen nun ihrerseits zurück. Seit dieser Zeit sitzen wir auf der Schuldwippe, auf der wir abwechselnd mal Sieger, mal Verlierer, mal oben, mal unten, mal Täter, mal Opfer, mal besser und mal schlechter sind.

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