Eheberatung in Hamburg

Sie wissen, was eine Krise ist. Aber wissen Sie auch, was das Wort eigentlich bedeutet? Krise kommt von griechisch „Crisis“ und bedeutet Entscheidung. Krise im Wortsinn meint also ganz schlicht eine Situation, die eine Entscheidung verlangt. Folglich wussten die alten Griechen schon um den Zusammenhang zwischen Krise und Entscheidung. In meiner Tätigkeit als Psychotherapeut kommen täglich Menschen in Krisen zu mir: Krise in der Partnerschaft, Krise durch Depression, Krise als Zielscheibe von Mobbing, Krise durch Streit mit dem Chef oder einer Krise durch Lebensunlust. Dadurch, dass ich selbst Jahrzehnte lang immer wieder mit Krisen zu kämpfen hatte, habe ich erkannt, dass jede meine Krisen sich erst in dem Moment gelöst haben, wenn ich eine Entscheidung getroffen habe. Eigentlich ganz einfach: Je länger ich eine Entscheidung vor mir hergeschoben habe, desto depressiver wurde ich von Mal zu Mal. Insofern dämmerte mir allmählich, dass eine Entscheidung zu treffen immer etwas mit der Übernahme von Selbstverantwortung zu tun hat. Wenn ich auch sonst wenig kann – mit Krisen kenne ich mich aus wie kein anderer. Und so kann ich meine Klienten inzwischen in zwei bis drei Terminen in einen Zustand führen, in dem sie mit der Übernahme der Verantwortung für ihr Leben, es wieder frei nach ihren Vorstellungen gestalten können.

„Crisis“ heißt Entscheidung

Neben den kleinen Krisen meiner Klienten häufen sich die großen Krisen auf nationaler und globaler Ebene – allen voran die Klimakrise. Und dann zog mit Corona 2020 auch noch die größte Krise der Neuzeit auf und lässt uns seither nicht mehr los. Folgt man nun der wörtlichen Bedeutung von Krise, dann fordert Corona von uns als Weltgesellschaft eine Entscheidung. Die Frage ist nur: welche? Ein unsichtbarer, mikroskopisch kleiner Virus sorgt dafür, dass nichts mehr so ist, wie es mal war. Aber woher kam das Virus? Peking behauptet, amerikanische Soldaten hätten das Virus nach China eingeschleppt, als sie zu einer Militärsportveranstaltung nach Wuhan gereist waren. US-Präsident Trump schleudert daraufhin zurück, dass es aus einem Labor in Wuhan stamme und tauft es das China-Virus. Daraufhin verwehrt sich Chinas Außenminister entschieden dagegen, dass sein Land das Ursprungsland für den Corona-Ausbruch sein soll – nur weil China als erstes Land die Existenz des Virus gemeldet habe, bedeute das nicht, dass das Virus auch wirklich aus China stamme. Aber kommt das Virus nicht doch aus Brasilien? Oder aus Spanien? Oder aus Italien? Oder ist Corona am Ende nicht doch eine teuflische Idee von Bill Gates, um uns per Zwangsimpfung Mikrochips einzupflanzen und uns unter seine totale Kontrolle zu bringen? Und während die einen sich noch gegenseitig beschuldigen, von wo das Virus eingewandert ist, entwickelt die internationale Wissenschaft in Rekordzeit einen Impfstoff, um die alte Ordnung möglichst schnell wieder herzustellen.

Ehekrise Beratung Psychotherapie

Die Schuldwippe

Xi Jinping beschuldigt Donald Trump, Trump beschuldigt Xi Jinping, Ungeimpfte beschuldigen Geimpfte, dass sie ihnen ihr Recht auf Selbstbestimmung rauben sollte, Geimpfte beschuldigen Ungeimpfte, dass wegen ihnen die Pandemie kein Ende nähme, die Jungen beschuldigen die Alten, dass sie aus Rücksicht auf sie nicht feiern könnten, die Alten beschuldigen die Jungen, dass sie trotz der Pandemie feiern würden, die arbeitslos Geworden beschuldigen die Regierung, dass ihnen von ihr nicht ausreichend geholfen wurde, Markus Söder beschuldigt das RKI, das die Entwicklung nicht richtig vorausgesehen hätte und Talkmaster Markus Lanz beschuldigt jeden Abend egal wer gerade vor ihm sitzt – jeder beschuldigt jeden und bringt damit zum Ausdruck, dass er besser sei, es besser wüsste oder besser gemacht hätte als der andere.

Schuld ist ein Konzept

Nehmen Sie die Klimakrise, Afghanistan, Palästina oder welcher Krise auch immer – es ist stets dasselbe: Es scheint ein Wesenszug des Menschen zu sein, sich ü b e r ein Gegenüber zu stellen – das Gegenüber, über das er sich stellt, will sich aber nicht erniedrigen lassen und versucht nun seinerseits, sich eine übergeordnete Position zu erkämpfen. In diesem Kampf bezichtigt wechselseitig der eine den anderen der Schuld, etwa dass er ihn einschränken wolle oder ihn klein mache. Dieses Sich-über-den-anderen-stellen und ihm Schuld zuweisen führt schon seit tausenden von Jahren zum Kampf zwischen den Menschen und damit zu Krieg und Zerstörung. Genau wie der Mensch sich über andere stellt, stellt er sich über die Natur, in dem er versucht, sie zu beherrschen. Die Natur kennt aber kein Schuldkonzept – kein Löwe wird schuldig, wenn er eines Antilope frisst und kein Meer wird schuldig, wenn es das Land überflutet. Deshalb kann Schuld nichts sein, was mit der Erschaffung der Welt gleich miterschaffen wurde, sondern muss etwas sein, was der Mensch sich selbst ausgedacht hat.

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