Paarberatung in Hamburg
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Adam heißt im Hebräischen „Mensch“. Damit steht er am Anbeginn für das Ur-Bild eines Lebewesens, das mal Mensch heißen soll. Noch ist Adam Teil der Einheit, die keine Unterscheidung kennt – weder zwischen Mann und Frau, noch zwischen Gott und Mensch. Der Mensch befindet sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Konzeptphase – bis zum tatsächlichen Menschen aus Fleisch und Blut sind aber erst noch zwei Schritte notwendig. Adam bebaut den Garten Eden zu Anfang ganz allein und fühlt sich einsam. Was ihm fehlt, ist das, was ihm Leben einhaucht – was ihn „belebt“. Also versetzt Gott ihn in einen tiefen Schlaf, damit er vergesse, wie es in der Einheit war und teilt ihn in zwei Hälften. Gott entnahm dem Adam eben nicht eine „Rippe“ und schuf damit sogleich eine Hierarchie zwischen Mann und Frau, die nur eine verkleinerte Ausgabe von ihm war – sondern formte aus dessen „Seite“, wie es in der wörtlichen Übersetzung heißt, eine absolut gleichgestellte Eva, hebräisch „die Belebte“.

Auflehnung gegen Gott

Mit der Teilung des Menschen in die Polaritäten Mann und Frau schafft Gott die Voraussetzung für den zweiten Schritt zur Vollendung seiner Schöpfung: der Erweckung zum Leben – denn bis dato befindet sich alle Schöpfung nur als Idee in der noch ununterschiedenen Einheit. Er inszeniert die Auflehnung gegen sich selbst, den All-Einigen, in dem er den beiden eine listige Schlange schickt, die sie mit gespaltener Zunge überredet, von den Früchten des Baumes der Erkenntnis zu essen. Zur Inszenierung gehörte, dass Gott dem Adam vorher angedroht hatte, dass er sterben müsse, würde er die Früchte von diesem Baum essen. Für Adam und Eva bleibt diese Drohung allerdings völlig abstrakt, da sich beide noch im Zustand der Einheit befinden und noch gar nicht wissen können, was sterben bedeutet – denn Tod als Gegenteil von Leben existiert erst in der Polarität.

erfolgreiche Paarberatung in Hamburg

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Die Erschaffung des Menschen aus Fleisch und Blut

Also beißt Eva nichtsahnend in den Apfel, provoziert damit die Vertreibung aus dem Paradies der Einheit und bringt den Menschen dadurch in die Existenz. In Existenz steckt lat. „exire“, dt. „heraustreten“ – der Mensch vom Reißbrett tritt aus der Einheit heraus, hinein in die Polarität von Mann und Frau aus Fleisch und Blut. Damit erfüllt Eva die Bedeutung ihres Namens, indem sie das Menschengeschlecht „belebt“. Und jetzt wird auch klar, warum es sich bei dem Apfel um eine Frucht vom Baum der Erkenntnis handelt: denn erst jetzt, in der Polarität, können Adam und Eva sich in ihrer Unterschiedlichkeit erkennen. Sie stellen fest, dass sie nackt sind und haben menschliche Gefühle, wie hier die Scham. Um der erkennende Mensch zu werden, braucht es vorher zwingend die Auflehnung gegen Gott – das Ausbrechen aus der Einheit. Denn Erkenntnis ist an Polarität gebunden, an die Unterschiedlichkeit zwischen Ich und Du oder Mann und Frau – weil man in der Unterschiedlichkeit aber immer nur einen Pol verwirklichen kann, bleibt man der Einheit den anderen Pol schuldig.

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