Paartherapie in Hamburg Innenstadt

Wenn man als Mann geboren ist, bleibt man dem Ganzen, der E i n h e i t, das Frausein schuldig. Wenn man sich entscheidet, rechts zu gehen, entscheidet man sich gegen das Linksgehen und bleibt damit der Summe der Möglichkeiten, der  E i n h e i t, die Hälfte schuldig. Atmet man ein, bleibt man dem Leben, der E i n h e i t, das Ausatmen schuldig. Egal, was der Mensch macht, er bleibt der Einheit zwangsläufig immer etwas schuldig, weil er mit jeder Ent-Scheidung von einer Polarität scheiden muss – weil Einheit für seine an die Polarität gekoppelte Existenz nur durch die Er-Lösung, durch die Loslösung von seiner irdischen Existenz, erst im Tod wieder möglich wird.

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Paartherapie in Hamburg

Der Zustand der Ununterschiedenheit

Einheit ist der Zustand der Ununterschiedenheit, in dem keine Polaritäten existieren – ist der Zustand, der für den Menschen unerreichbar, sondern nur im Nacheinander seiner Bestandteile erlebbar ist. Schuld bezeichnet völlig wertfrei immer die Polarität, die im Moment noch ungetan ist. Schuld ist das Ungetane, Unerledigte und hat nicht im mindesten etwas mit Moral zu tun.

Schuld ist die Bedingung menschlicher Existenz

Diese Sicht scheint dem modernen Menschen absurd, war für den antiken Menschen vor 2.500 Jahren aber selbstverständlich – erinnerte die griechische Tragödie doch jährlich wiederkehrend als Festspiel die Menschen an die Bedingung ihrer Existenz. Ein Held gerät in eine Situation, in der er, was immer er auch tut, der Schuld nicht entgehen kann. Wie Ödipus, der im bewussten Bestreben der Eltern den Sohn vor dem Orakel zu bewahren, es unbewusst pfeilgerade erfüllt: Er erschlägt den Vater und heiratet die Mutter. Davon, dass der Mensch schuldig – wiederum nicht im Sinne von moralisch schuldig – zur Welt kommt, berichtet auch die Bibel in der Genesis.

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