Paartherapie Hamburg

In der Natur gibt es kein besser und schlechter. Alles ist seit 4,6 Milliarden Jahren in jedem Moment gut so wie es ist. Regen ist nicht besser oder schlechter als Sonne, Tag nicht besser oder schlechter als Nacht, Berge nicht besser oder schlechter als Flachland, Hunde nicht besser oder schlechter als Katzen. In unserem Sonnensystem ist die Erde nicht besser als der Mond und der Mars nicht schlechter als die Sonne. Im menschlichen Körper ist die Lunge nicht besser als die Niere oder die Lunge schlechter als das Herz. Jedes Organ hat seine Funktion und ohne seinen Beitrag würde das Zusammenspiel im Gesamtsystem nur noch eingeschränkt funktionieren. Wenn Natur doch auf Basis des gleichberechtigten Nebeneinanders so perfekt funktioniert, warum hat der Mensch dann durch die Erfindung der Schuld überhaupt angefangen, dieses Paradies zu zerstören? Was hat ihn dazu gebracht, die weiße Rasse besser zu erachten als die schwarze, die Republikaner besser als die Demokraten, den Altruismus besser als den Egoismus, das Christentum besser als den Islam oder den Islam besser als das Christentum? Was hat ihn veranlasst, ausgerechnet die Schuld in das harmonische Mit- und Nebeneinander auf diesem Planeten zu bringen. Denn Schuld spaltet die Harmonie, wie sie alles spaltet: in besser und schlechter, oben und unten, Sieger und Verlierer, in Opfer und Täter. Und vor allem: warum stellt er sich über eine perfekte Natur und versucht ihr seine Vorstellung von Perfektion überzustülpen, indem er sie aufreißt und alles aus ihr rausholt, ihr Klima verändert, Flüsse umleitet, Berge abträgt, Wälder rodet, Arten ausrottet oder ihre Pole abschmelzt? Hat er einfach vergessen, dass er winziger Bestandteil der Natur und von ihr abhängig ist?

Der Mensch ist Teil der Natur

Die Natur scheint diese Frage gar nicht zu kümmern – sie scheint auch vollkommen damit einverstanden zu sein, dass der Mensch sich über sie stellt, denn sie kämpft nicht      g e g e n ihn. Klar, denn sie kennt das Schuldkonzept ja auch gar nicht und zeigt deshalb eine Reaktion auch lediglich in Konsequenzen. Während seit 26 Jahren auf Klimagipfeln über die Begrenzung der Klimaerwärmung diskutiert wird, dehnt sie still und leise ihre Wüsten jährlich um die Fläche der Schweiz aus. Parallel dazu lässt sie still und leise den Meeresspiegel um 3,6 mm pro Jahr steigen. Und während man weltweit über Rüstungskontrolle diskutiert, lässt sie still und leise rund 200 russische Atom-U-Boote samt hoch radioaktivem Müll in den Ozeanen vor sich hinrosten. Welche Krise man sich auch immer anschaut, die Natur scheint einverstanden, indem sie nur still und leise reagiert. Wenn die Natur den Menschen in seinem Handeln versteht, scheint der Mensch nur nicht zu verstehen, dass er die Natur nicht um der Natur werden schützt, die Arten nicht um der Arten willen und das Klima nicht um des Klimas willen – denn der Erde ist es mit ihren 4,6 Milliarden Jahre herzlich egal, was er hier anrichtet. Sie wartet einfach ein paar Millionen Jahre und dann hat sie wieder saubere Meere, intakte Wälder, ein herrliches Klima und vor allem: keine Menschen mehr.

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Moderne Wissenschaft = Fortschritt?

Mit dem Ziel, die Welt zu retten, ist es vor allem die Wissenschaft, die forscht, die Materie in immer kleinere Bestandteile zerlegt und die sogar den Urknall simuliert. Die gewonnenen Erkenntnisse, Anwendungsmöglichkeiten und neu entwickelt Produkte, die dabei herauskommen, sind in vielen Fällen beeindruckend. Doch lösen Sie tatsächlich die großen und drängenden Probleme der Menschheit? Stellt sich sofort die Frage, ob es überhaupt die Aufgabe der Wissenschaft ist, Probleme zu lösen? Ganz offensichtlich schon: Denn mit dem ambitionierten Ziel, aus dieser Welt eine bessere Welt zu machen, nimmt sie Billionen von Dollar, um sich mit Rüstungsforschung, mit Informations- und Umwelttechnologie, künstlicher Intelligenz, mit Hochleistungsmedizin, Gentechnik oder Weltraumprogrammen zu beschäftigen.

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