Paartherapie in Hamburg

Dieses Prinzip beschreibt, dass für Alles-was-ist, es auf jeder Ebene des Daseins eine Entsprechung gibt – dass z. B. der innere Zustand des Menschen seine Entsprechung findet im Zustand der Außenwelt, in der er lebt. Es beschreibt, dass Außenwelt vom Kleinsten bis ins Größte auf allen Ebenen immer der Spiegel des Menschen ist, in dem er sich erkennen und vervollkommnen kann. Welt als Werkzeug zur Vervollkommnung des Menschen – ein 2.000 Jahre alter Gedanke, den der Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse 1922 in seinem Roman Siddharta wiederaufgreift, indem sich der Titelheld am Ende an den Fluss zurückzieht und erkennt, dass er von ihm alles lernen kann. Siddharta wählt sich den Fluss zum Meister, genauso gut könnte er aber auch x-beliebig etwas anderes zum Meister oder Meisterin machen, denn es geht um die Erkenntnis, dass alles was lebt, denselben Gesetzen – den Naturgesetzen – unterliegt. Diese Erkenntnis macht aus Siddartha den Buddha – den „Erwachten“, der aus dem Dämmerzustand seiner Projektionen heraustritt und bewusst wird, eins zu sein mit Allem-was-ist. Folgt man Hesse, den Lehren des Buddhismus oder denen von Jesus Christus sind Glück, Erleuchtung, Erfüllung, Frieden oder wie immer man diesen Zustand auch nennen möchte nie im Außen, in Geld, Ruhm oder Besitz zu finden, sondern sind gerade immer Ergebnis des Loslassens von allem Außen – eines Durchschauens von Welt und der Ein-Sicht, dass „Ich und Du“ und „Ich und Welt“ in Wirklichkeit nicht getrennt, sondern Alles-im-Einen ist.

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